Accounting News

25.03.20 Verlängerung der Bearbeitungszeit für Thesisarbeiten aufgrund der Corona-Krise

Um in der HHU eine einheitliche Regelung zu haben, hat sich die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der pauschalen Verlängerung der Bearbeitungszeiten für Bachelor- und Masterarbeiten um 5 Wochen angeschlossen. Die Verlängerungen werden durch die Studierenden- und Prüfungsverwaltung automatisch veranlasst.

Die Verlängerung gilt sowohl für bereits angemeldete Arbeiten, als auch für Arbeiten, die jetzt noch angemeldet werden.


04.03.20 Prof. Dr. Martin Artz im Forschungskolloquium Empirische Managementforschung

In der vergangenen Woche hat Prof. Dr. Martin Artz von der Universität Münster im Rahmen des Forschungskolloquiums Empirische Managementforschung einen Vortrag zum Thema der Survey-basierten Forschung gehalten. In seinem spannenden Vortrag ging Prof. Artz unter anderem darauf ein, welche Limitationen in der Forschung mit dieser Methodik vorliegen und welche Chancen und Möglichkeiten sich auf der anderen Seite ebenfalls bieten. So zeigte er beispielsweise anhand verschiedener Fallbeispiele auf, wie Fragen in einer Survey-basierten Umfrage so gestellt werden können, dass sie für den Leser verständlich und somit dem Forschungsergebnis zuträglich sind.


03.03.20 Beitrag „Likeability in Subjective Performance Evaluations: Does it Bias Managers’ Weighting of Performance Measures?" von Kai A. Bauch, Peter Kotzian und Barbara Weißenberger beim Journal of Business Economics angenommen.

Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, wie genau die Sympathie eines Mitarbeiters auf die Verzerrung einer Performancebewertung durch einen Vorgesetzten abläuft. Die Bewertung der Performance eines Mitarbeiters gehört zu den regelmäßigen Aufgaben eines Managers. Hierbei kommt es zu Verzerrungen, die auf der Sympathie zwischen Bewerter und Bewertetem beruhen: sympathische Mitarbeiter werden tendenziell besser, unsympathische tendenziell schlechter bewertet. Die Frage ist, wie genau die Sympathie diesen Bias erzeugt. Basierend auf der Affekt-Konsistenz-Hypothese erwarten wir, dass Manager, die basierend auf mehreren Performance Indikatoren eine Bewertung treffen müssen, mehr Gewicht auf die Indikatoren legen, die zu ihrem Affekt, also ihrer Sympathie für den Mitarbeiter, konsistent sind, während Indikatoren, die zu ihrem Affekt nicht konsistent sind, weniger Gewicht erhalten. Die Ergebnisse unserer experimentellen Studie bestätigen diese Hypothese: In Übereinstimmung mit existierenden Studien finden wir, dass Mitarbeiter, die als sympathisch bewertet werden, bei gleicher Leistung tendenziell bessere Bewertungen erhalten als unsympathische. Dieser Bias erfolgt in der Tat dadurch, dass Informationen, die...


27.02.20 Beitrag „Debiasing escalation of commitment: the effectiveness of decision aids to enhance de-escalation ” von Prof. Dr. Barbara E. Weißenberger und Dr. Christine R. Ohlert im Journal of Management Control veröffentlicht (Vol. 30, Issue 4, P. 405-438)

In der Praxis stellt man häufig fest, dass unrentable Projekte nicht abgebrochen werden, obwohl ihr Scheitern vorhersehbar ist. Dies wird mit dem Sunk-Cost-Effekt begründet, einer Entscheidungsverzerrung, die dadurch entsteht, dass für die Entscheidung zur Fortführung des Projekts nicht nur künftige Ausgaben und Einnahmen aus dem Projekt, sondern auch bereits versunkene Ausgaben der Vergangenheit mitberücksichtigt werden. In der Literatur werden verschiedene Möglichkeiten diskutiert, den Sunk-Cost-Effekt zu vermeiden, z.B. durch Warnhinweise oder detaillierte Instruktionen. Die Autorinnen zeigen mit einer Reihe von Experimenten, dass diese Hilfsmittel hierfür allerdings nur eingeschränkt geeignet sind.

Abstract:

Decision-maker’s tendency to continue with a failing course of action due to sunk costs is a costly bias and failure of managerial decision-making. It is therefore of great interest to find effective countermeasures that address the sunk cost effect, which is one important driver of people’s escalation of commitment behavior. This paper examines the effectiveness of different types of decision aids that aim to reduce the sunk cost effect. In a series of experiments, we first demonstrate that the sunk...


10.02.20 Wettstreit der Wissenschaftler*innen - eine Diskussion über künstliche Intelligenz

Am 10.02.2020 hat Prof. Barbara E. Weißenberger im Rahmen der Vortragsreihe "Wettstreit der Wissenschaftler*innen" der Rheinischen Post einen Vortrag zum Thema der künstlichen Intelligenz im Haus der Universität gehalten. Diskutiert wurde dabei insbesondere, ob künstliche Intelligenz Fluch oder Segen für die Gesellschaft und die technische, medizinische oder auch betriebswirtschaftliche Entwicklung ist. Prof. Dr. Weißenberger zeigte dabei insbesondere auf, inwiefern verschiedene Bereiche, beispielsweise die Landwirtschaft oder verschiedene Produktionsketten, von der Einführung einer künstlichen Intelligenz profitieren können. Jedoch wurde auch deutlich, dass eine künstliche Intelligenz zwar durch die gezielte Aufbereitung von Datenmengen zur Entscheidungsunterstützung beitragen kann, die menschliche Entscheidung und das Abwägen von verschiedenen Szenarien jedoch in vielerlei Hinsicht weiterhin essenziell sind, sodass die These von Prof. Weißenberger zu KI lautete: KI ist zwar ein guter Diener, aber kein guter Herrscher.


28.01.20 Kolloquiumsvortrag von Prof. Dr. Daniel Reimsbach zu interdisziplinärer Forschung

Am 22.01.2020 war Prof. Dr. Daniel Reimsbach von der Universität Nijmegen an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf zu Gast, um über interdisziplinäre Forschung in der BWL zu sprechen: Ein Thema, das die BWL mehr als viele anderen Wissenschaften betrifft. Denn es ist zu kurz gegriffen, Unternehmen auf die sozio-technische Ebene der Güterproduktion gegen Entgelt und damit auf Befriedigung von Konsumbedürfnissen und finanzielles Gewinnstreben zu reduzieren. Unternehmen sind nämlich eingebettet in gesellschaftliche Normen und Überzeugungen und prägen mit transformativer Kraft Lebens- und Erfahrungsbereiche: Bei der Arbeit mit ihrer Schlüsselrolle für die individuelle Selbstverwirklichung, bei gesellschaftlichen Zielen wie Bildung oder die Beseitigung von Ungleichheit, für technischen Fortschritt z.B. Mobilität oder Gesundheitswesen. Daraus folgt eine Pluralität an Theorien und Methoden: Neben (mikro-)ökonomischen Ansätzen braucht die BWL Impulse aus Psychologie, Neurologie, Soziologie, Politik-, Rechts- oder Kognitionswissenschaften, der Philosophie, der Wirtschaftgeschichte oder der Linguistik. Das Fazit von Daniel Reimsbach: Interdisziplinäre Forschung ist der Königsweg – aber auch besonders herausfordernd...


17.01.20 Beitrag To be or not to be in the sample? On using manipulation checks in experimental accounting research von Peter Kotzian, Thomas Stöber, Florian Hoos und Barbara E. Weißenberger beim Accounting Research Journal angenommen

Peter Kotzian / Thomas Stöber / Florian Hoos / Barbara E. Weißenberger 

Manipulation Checks sollen erfassen, ob eine Manipulation wie beabsichtigt wahrgenommen und gewirkt hat und werden bei Experimenten zur Erhöhung der Qualität der Ergebnisse empfohlen. Obwohl die klassischen experimentellen Designs aus der Psychologie dies nicht verlangen, sind sie inzwischen quasi-obligatorischer Teil des experimentellen Designs in vielen, insb. wirtschaftswissenschaftlichen Bereichen, wie Accounting, Management, und Marketing.

Die Verwendung der Ergebnisse der Manipulation Checks variiert: In manchen Studien werden die Ergebnisse nur berichtet, bei anderen werden Fälle, die den Manipulation Check nicht bestehen, aus der Analyse entfernt. Der Beitrag diskutiert die Implikationen dieses Vorgehens für die statistische Analyse und die Interpretation der Befunde von Experimenten. Basierend auf einem analytischen Modell zeigt der Beitrag, dass das Entfernen von Fällen, die den Manipulation Check nicht bestanden, die Wahrscheinlichkeit für einen signifikanten Befund erhöht, obwohl ein solcher bei Verwendung aller Fälle nicht vorhanden ist. Eine Simulation zeigt, dass dieser Effekt bereits bei einer geringen...


15.01.20 Sonja Schattevoy erhält Preis der Stadtsparkasse Düsseldorf für das beste Bachelorexamen BWL und das Junior Management Science („JUMS“) publiziert ihre Bachelor-Thesis

Foto: Eigen

Im Rahmen der akademischen Feier am 8. November 2019 wurde Sonja Schattevoy, wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Controlling und Accounting, für das beste Bachelorexamen ausgezeichnet.

Des Weiteren wurde die Thesis-Arbeit von Frau Schattevoy mit dem Titel „Hätte eine Pre-Mortem-Analyse den Tod von eLWIS verhindern können? – Verhaltensorientierte Ansätze für effektives Kostenmanagement in Großprojekten“ zur Veröffentlichung in der „Junior Management Science“ angenommen.

Im Rahmen ihrer Arbeit unsersucht Frau Schattevoy Erfolgsfaktoren für effektives Kostenmanagement in Großprojekten anhand eines Beispiels von Lidl und SAP. Diese gaben im Juni 2018 bekannt das durchgeführte IT-Investitionsprojekt („eLWIS“) mit sofortiger Wirkung einzustellen. Die bis zu diesem Zeitpunkt angefallenen Kosten betrugen bereits rund 500 Mio. Euro. Damit reiht sich Lidl in eine durchaus beachtliche Liste jener Unternehmen ein, die ein geplantes IT-Großprojekt nicht im vorgesehenen Kosten- und Zeitrahmen abzuwickeln vermochten. Die enorme Verbreitung dieser Problematik über eine Vielzahl von Branchen hinweg gibt Anlass zu einer intensiven Analyse der Erfolgsfaktoren für effektives Kostenmanagement in Großprojekten. Einen...


13.01.20 „Wandel in der Finanzfunktion: Digitale Unterstützung der Unternehmenssteuerung“ – Gastvortrag von Mario Schmitz am 13. Januar 2020

Zu einem interessanten und zukunftsgewandten Gastvortrag durften wir Herrn Mario Schmitz, Partner Finance Consulting bei der Deloitte Consulting GmbH, im Rahmen des Kurses „Einführung in das Controlling“ (Bachelor-Studiengang BWL) begrüßen.

Durch die fortschreitende digitale Transformation – hinweg über sämtliche Branchen und alle unternehmerischen Funktionsbereiche – ist auch der Finanzbereich an einem Scheidepunkt angelangt: Wird die digitale Transformation letztlich zu einem Bedeutungsverlust des Bereichs führen oder wird rechtzeitig die Chance ergriffen, eine Vorreiterrolle in puncto Digitalisierung und Datenanalyse einzunehmen?

Bereits heute steht eine umfassende Datengrundlage (auch als Data Lake bezeichnet) in vielen Unternehmen zur Verfügung. Entscheidend ist, dass es im Finance gelingt, Fachwissen mit Expertise in Datenanalysen zu bündeln, um die bereits vorhandenen Potentiale auch heben zu können. Notwendig sind dabei nicht vordergründlich Kenntnisse über grundlegende Programmiersprachen, sondern vielmehr das ausgeprägte Verständnis über Datenstrukturen und Analysemöglichkeiten. So wird die Fähigkeit, Algorithmen trainieren zu können (und nicht diese zu programmieren), stark an Bedeutung...


17.12.19 Arbeitspapier “How Accountability Mitigates Likeability Bias in Subjective Performance Evaluations: A Research Note” von Dr. Kai A. Bauch und Prof. Dr. Barbara E. Weißenberger auf der ACMAR 2020 akzeptiert

In dem Arbeitspapier, das auf der ACMAR (Annual Conference for Management Accounting Research) am 6. und 7. März in Vallendar in einer Parallelsitzung mit Korreferat präsentiert wird, geht es darum, inwieweit die Notwendigkeit, ein Urteil zu begründen, Verzerrungen in der Performance-Beurteilungen, die durch Sympathie entstehen („Likeability-Bias“) auffangen kann. Hierfür gibt es zwei verschiedene theoretische Begründungen. Die „affect-as-information“-Heuristik argumentiert, dass die affektive Emotion wie eine Information über die zu beurteilenden Kandidat(inn)en gewertet wird, während die Theorie des „affect-consistent weighting of performance information“ unterstellt, dass die Beurteilungsgewichte für einzelne Kriterien im Fall von Sympathie verzerrt werden. Mittels eines Eye-Tracking-Experiments zeigen die Autoren, dass die Begründungsnotwendigkeit („accountability“) zu einer höheren kognitiven Leistung in der Beurteilung motiviert, aber auch zu objektivierteren Beurteilungsprozessen. Damit werden Einflüsse von Sympathie auf Beurteilungen ganz oder teilweise aufgefangen.  


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