27.11.2019 19:15

NextGenerationCFO zum Thema „Wirtschaft der Zukunft: Mehr als nur Profit?“ mit über 800 Teilnehmern zum 5. Mal erfolgreich veranstaltet

Foto: Michael Lübke

Schon zum fünften Mal wurde am 26. November 2019 die Campus-Konferenz NextGenerationCFO zum Thema „Wirtschaft der Zukunft: Mehr als nur Profit“ durchgeführt. Die mehr als 800 vor allem studentischen Teilnehmer aus der Heinrich-Heine-Universität und anderen Hochschulen der Region, aber auch aus der Unternehmenspraxis hörten Referenten wie Stefan Krause (ehem. Finanzvorstand Deutsche Bank und BMW, jetzt Gründer und Aufsichtsrat des eMobility-Startups Canoo in Los Angeles), Rolf Ganter (CIO Wealth Management und Head European Equities der Schweizer Großbank UBS), Dr. Thomas Fischer (CEO der Allfoye Managementberatung GmbH aus Düsseldorf), Justus Haucap (Direktor des DICE an der Heinrich-Heine-Universität), Roland Werner (Head of Government Affairs & Policy für Deutschland und Zentraleuropa bei Uber in Berlin), Prof. Dr. Rüdiger Loitz (Head of Capital Markets & Accounting Advisory Services sowie Lead Partner Technology & Innovation Assurance der BigFour-Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers), Dirk Meier (Geschäftsführer von Canon Deutschland in Krefeld) und Tobias Grieb (Psychologe und Happiness Coach aus Düsseldorf). Die wissenschaftliche Leitung der Konferenz, die durch eine Jobmesse spannender Unternehmenspartner begleitet wurde und die unter der Schirmherrschaft von NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart sowie Prof. Dr. Stefan Asenkerschbaumer, CFO bei Bosch und Präsident der Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft stand, lag bei Prof. Dr. Barbara E. Weißenberger (Lehrstuhl für Controlling und Accounting) und ihrem Team; organisiert und durchgeführt wurde die Campus-Konferenz wie jedes Jahr von der studentischen Unternehmensberatung Gradify an der Heinrich-Heine-Universität.

Ein wichtiges Ergebnis, das in Vorträgen und Diskussionen klar herausgearbeitet wurde: Man muss zwischen „Purpose“ als Modewort der Beraterindustrie und grundlegend handlungsleitende Prinzipien unterscheiden. Denn gerade letztere braucht man heute auf immer komplexeren, fragmentierten und sich immer schneller verändernden Märkten, weil dort in Geschäftsbeziehungen zunehmend Vertrauensleistungen ausgetauscht werden. Vertrauen lässt sich gerade auf solchen Märkten aber weder verordnen noch durch Governance erzeugen, denn dazu ist die politische Regulierung viel zu schwerfällig. Deshalb sind Prinzipien (oder eben „Purpose“) richtig eingesetzt ein Signaling-Instrument, mit dem Firmen Vertrauenskapital aufbauen können, das verloren ginge, wenn sie gegen diese Prinzipien sichtbar verstoßen. Damit ist aber auch klar, warum die Purpose-Debatte jetzt verstärkt geführt wird.

Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenProf. Dr. Barbara E. Weißenberger