17.01.2020 13:19

Beitrag To be or not to be in the sample? On using manipulation checks in experimental accounting research von Peter Kotzian, Thomas Stöber, Florian Hoos und Barbara E. Weißenberger beim Accounting Research Journal angenommen

Peter Kotzian / Thomas Stöber / Florian Hoos / Barbara E. Weißenberger 

Manipulation Checks sollen erfassen, ob eine Manipulation wie beabsichtigt wahrgenommen und gewirkt hat und werden bei Experimenten zur Erhöhung der Qualität der Ergebnisse empfohlen. Obwohl die klassischen experimentellen Designs aus der Psychologie dies nicht verlangen, sind sie inzwischen quasi-obligatorischer Teil des experimentellen Designs in vielen, insb. wirtschaftswissenschaftlichen Bereichen, wie Accounting, Management, und Marketing.

Die Verwendung der Ergebnisse der Manipulation Checks variiert: In manchen Studien werden die Ergebnisse nur berichtet, bei anderen werden Fälle, die den Manipulation Check nicht bestehen, aus der Analyse entfernt. Der Beitrag diskutiert die Implikationen dieses Vorgehens für die statistische Analyse und die Interpretation der Befunde von Experimenten. Basierend auf einem analytischen Modell zeigt der Beitrag, dass das Entfernen von Fällen, die den Manipulation Check nicht bestanden, die Wahrscheinlichkeit für einen signifikanten Befund erhöht, obwohl ein solcher bei Verwendung aller Fälle nicht vorhanden ist. Eine Simulation zeigt, dass dieser Effekt bereits bei einer geringen Anzahl von entfernten Fällen auftritt. Basierend hierauf wird eine alternative Verwendung der Information aus Manipulation Checks vorgeschlagen, nämlich die Verwendung dieser Information als Proxy für den durch die Manipulation zu erzeugenden Zustand und damit als erklärende Variable.

Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenProf. Dr. Barbara E. Weißenberger